Vor- und Nachteile von kostenlosen Probeabonnements
|
|
Ein kostenloses Probeabonnement einer Zeitschrift über zwei oder drei Ausgaben bietet nahezu jeder Verlag auf Nachfrage an. Der Bezug verursacht dem Interessenten keinerlei Kosten, auch die Zustellung übernimmt der Herausgeber.
|
Unverbindlich testen
|
|
Der Leser hat die Möglichkeit, die Zeitschrift in aller Ruhe zu testen, kann die Artikel gründlich durchlesen anstatt nur im Kiosk um die Ecke in der Ausgabe zu blättern. Ein Test über mehrere Monate in der eigenen Wohnung ist insofern praxistauglich, als der Leser entscheiden kann, ob ihm die Zeitschrift auch längerfristig etwas bringt und das anfängliche Interesse nicht nur ein Strohfeuer war.
|
Vor- und Nachteile
|
Außerdem kann die Zustellungsweg gecheckt werden. Liegt die Tageszeitung morgens im Briefkasten, bevor der Bezieher zur Arbeit geht? Wird das Hochglanzmagazin vor die Wohnungstür gelegt und nicht geknickt in den Briefkasten geschoben?
Wer zuerst ein Überblick gewinnen möchte über das Zeitschriftenangebot, das es zu seinem Hobby gibt, der kann sich mehrere aneinander anschließende Probeabos unterschiedlicher Zeitschriften organisieren, bis er eine Entscheidung für seinen Favoriten getroffen hat. Eine Schwierigkeit bei einem Probeabo liegt in der Trägheit der menschlichen Natur. Die Erfahrung zeigt, dass die Bezieher nach Ablauf der Probezeit schlichtweg vergessen, rechtzeitig zu kündigen oder die Anschrift für das Kündigungsscheiben nicht recherchieren möchten. Sie erhalten dann ein reguläres Abonnement solange, bis sie sich doch bemühen, den Bezug zu kündigen.
Ein Ärgernis besteht für viele Testabonnenten darin, dass sie zwar daran denken, rechtzeitig das Kündigungsscheiben abzuschicken, aber hinterher unsicher sind, ob es vom Empfänger auch bestätigt wird. Eine als Einschreiben zugestellte Kündigung verursacht dagegen Kosten, die man auch in den regulären Kauf eines Heftes hätte investieren können.
Die Gefahr ist also groß, dass sich ein gutmütiger Interessent durch kostenlose Probeausgaben zu einem Abonnement verleiten lässt, dass er gar nicht beziehen möchte – hielte der den Bezug der Zeitschrift wirklich für unerlässlich, dann hätte er sie ja schon längst auch ohne Gutschein abonniert. |
Geschrieben von Julian Dziki ( julian.dziki [at] onlinehome.de )
|
|
|
| |