Warum die Schulden Griechenlands ein Problem sind
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Die Schulden Griechenlands belaufen sich auf 300 Milliarden Euro und übersteigen damit die griechische Wirtschaftsleistung deutlich. Diese liegt bei 240 Milliarden Euro und macht ungefähr 2,5% der Wirtschaftsleistung von Euroland aus.
Als Euroland bezeichnet man die Staaten, in denen der Euro das offizielle Zahlungsmittel ist. Aktuell handelt es sich dabei um 16 Mitgliedsländer. Die letzten Staaten, die den Euro einführten, waren Slowenien und die Slowakei. Vergleicht man die Schulden Griechenlands mit der Wirtschaftsleistung, so wird deutlich das sie um das 1,25fache die Wirtschaftsleistung übersteigt. In Prozent ausgedrückt sind es 125%. Der Vertrag von Maastricht, in dem die Europäischen Währungsunion und die Einführung des Euro geregelt wurde, erlaubt höchsten ein Verhältnis Schulden zu Wirtschaftsleistung in Höhe von 60%.r Text
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Verschuldungsproblematik wird heruntergespielt
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Einige Politiker behaupten, dass die hohe Staatsverschuldung in Griechenland nicht so schlimm sei und vergleichen dabei das kleine Griechenland mit der zweitgrößten Volkswirtschaft Japan. Japan habe ein Verhältnis Staatsverschuldung zu Wirtschaftleistung von 200% und komme ja auch gut über die Runden.
Was sie nicht sagen bzw. nicht wissen ist, dass Japan über private Ersparnisse in Höhe von mehr als 8 Billionen US-Dollar verfügt. Theoretisch könnte Japan fast seine gesamte Staatsverschuldung mit den Ersparnissen decken und hat es nicht nötig sich seine Staatsverschuldung von ausländischen Investoren finanzieren zu lassen.
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Keine Ersparnisse
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Griechenland verfügt aufgrund des langjährigen Außenhandelsdefizits über keine Ersparnisse. Ganz im Gegenteil: Es ist auf die Ersparnisse von anderen Staaten angewiesen, um das Defizit im Außenhandel überhaupt erst finanzieren zu können.
Trotz einem möglichen EU-Hilfspaket, das Athen ab sofort anfordern könnte wenn sich die Situation erneut verschlechtert bei der Refinanzierung der griechischen Staatsverschuldung, belastet die Griechenland Krise weiterhin die Euro Entwicklung. Der wichtige Wechselkurs der europäischen Gemeinschaftswährung zum US-Dollar ist in kurzer Zeit von EUR/USD 1,51 auf 1,34 zurückgefallen.
Ein von deutscher Seit ins Gespräch gebrachter Europäischer Währungsfonds (EWF) nach dem Vorbild des Internationalen Währungsfonds (IWF) käme für Griechenland ohnehin zu spät.
Es wird spannend sein zu beobachten, wie die europäische Gemeinschaftswährung die erste größere Bewährungsprobe in ihrer elfjährigen Geschichte meistern wird. |
Geschrieben von Christian Christian Tübben ( info [at] forexadler.de )
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