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Wir haben uns lange daran gewöhnt, dass Ostern in jedem Jahr auf ein anderes Datum fällt. Das liegt daran, dass Ostern immer an dem Wochenende nach einem aufgehenden Vollmond liegt, der ab dem 21. März stattfindet - ist dieser am genau 21. März, so könnte Ostern rein theoretisch schon auf den 22. März fallen. Es kann aber auch geschehen, dass Ostern erst auf den 25. April fällt, wenn der Vollmond schon am 20. März war und sich das Osterfest deshalb an dem nächsten Vollmond orientiert. An dem Termin von Ostern orientieren sich auch andere christliche Feiertage wie Pfingsten, Himmelfahrt und Fronleichnam. Diese haben deshalb auch immer ein anderes Datum im jeweils folgenden Jahr. Welches Datum sich aber nie verschiebt, und sich niemals verschieben darf, ist das Datum für die Tag- und Nachtgleiche – auch das Datum für den längsten Tag und das für den kürzesten muss im Jahr auf das gleiche Datum fallen, weil es andernfalls gar keine Orientierung im Jahresverlauf mehr gäbe. Dass sich diese festen Zeitpunkte nicht verschieben, wird durch das so genannte Schaltjahr gewährleistet. Schon die alten Ägypter kannten Schaltjahre. In der Hochkultur der Pharaonen hatte man schon bemerkt, dass das Jahr nicht genau aus 365 Tagen besteht, sondern jedes Jahr um einen viertel Tag länger ist. Mit diesem Wissen waren die Ägypter wirklich schon fortgeschrittene Denker, denn es ist nicht eben leicht, die Zeit zu erfinden. Welche Zeiteinheit soll man für einen Tag festlegen, wenn die Tage im Jahresverlauf immer verschieden lang sind. Leichter ist es da, den Umlauf der Erde um die Sonne zu bestimmen, denn dieser ist Jahr für Jahr, Jahrhundert für Jahrhundert (fast) gleich lang. Aber durch welche Zahl soll man dann die Länge des Jahres teilen um kleinere Zeiteinheiten, wie die Tage, Stunden, Minuten und so weiter zu bekommen. Die alten Ägypter hatten ein System gefunden. Ihr Jahr war 365 Tage lang und alle vier Jahre haben sie das Jahr um einen Tag verlängert. So konnten sie Jahr für Jahr feste Zeitpunkte behalten - und mit dem Bestimmen von Ostern hatten sie keine Probleme, denn Ostern gab es zu ihrer Zeit noch nicht.
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