Vergesslichkeit kann ein Vorbote von Demenz sein
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Mit zunehmendem Alter kann die Vergesslichkeit jedoch zum Problem werden. Dass die Leistungsfähigkeit bestimmter Gehirnregionen im Alter nachlässt, ist ein natürlicher Prozess. Vor allem die Konzentrationsfähigkeit und das Kurzzeitgedächtnis sind davon betroffen. Manche Senioren entwickeln jedoch eine pathologische Form der Vergesslichkeit, eine Demenz. Die bekannteste Form der Altersdemenz ist die Alzheimer Krankheit.
Aus bislang noch ungeklärter Ursache lagern sich im Gehirn so genannte Plaques ab, die sich mit der Zeit ausdehnen und das Gewebe irreversibel schädigen. Die Folge: Der geistige Allgemeinzustand des Patienten verschlechtert sich bis hin zur völligen Orientierungslosigkeit. Erstaunlicherweise ist das Langzeitgedächtnis dieser Menschen oft kaum betroffen. Manche Senioren vergessen den Namen ihrer Betreuer, sogar ihrer Kinder, können sich aber noch sehr gut an ihre eigene Kindheit erinnern. Senioren mit fortgeschrittener Demenz müssen Tag und Nacht betreut werden. Selbst einfachste tägliche Handlungen werden zu unüberwindlichen Hürden und können nicht mehr ohne Hilfe bewerkstelligt werden.
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Ein stabiles soziales Umfeld hält geistig fit
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Doch so schlimm trifft es nur 3% aller 70-jährigen Senioren. Mit 85 Jahren sind allerdings bereits 20% von der Krankheit betroffen. Wer möglichst lange geistig fit bleiben möchte, sollte frühzeitig damit beginnen, dafür auch etwas zu tun. Erwiesenermaßen spielt das soziale Umfeld der Senioren für die geistige Leistungsfähigkeit eine große Rolle. Menschen, die intensive familiäre oder freundschaftliche Kontakte pflegen, bauen geistig nicht so schnell ab. Förderlich sind außerdem eine gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft. Ein Spaziergang kurbelt die Durchblutung an und versorgt das Gehirn mit viel Sauerstoff. Das hält die grauen Zellen frisch! Gut sind außerdem kulturelle Aktivitäten wie Konzert-, Museums- oder Theaterbesuche. Jeder Schritt ins gesellschaftliche Leben bringt Abwechslung und Anregung zugleich und sorgt dabei für neue Impulse - nicht nur im Gehirn.
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Was gegen Vergesslichkeit wirklich hilft
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Schon bei ersten Anzeichen von kognitiver Schwäche sollten gesunde Senioren etwas gegen ihre Vergesslichkeit unternehmen. Wer zum Beispiel plötzlich vergisst, das Bügeleisen auszuschalten, obwohl das früher nie passiert ist, oder wer nicht mehr so fix die richtigen Worte findet wie früher, der sollte sich vom Arzt beraten lassen. Es gibt Präparate auf Ginkgo-Basis, die die Leistungsfähigkeit der betroffenen Gehirnregionen unterstützen können. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser. Außerdem kann man frühzeitig damit starten, das Gehirn ganz gezielt zu trainieren. Dafür gibt es verschiedene Ansätze, angefangen von Rätselheften bis hin zu speziell für diesen Bedarf entwickeltes Gehirnjogging. Ausgewählte Übungen trainieren die Merkfähigkeit, Konzentration und Wortfindung. Studien haben gezeigt, dass sich die Vergesslichkeit mit Übungen dieser Art eindämmen lässt. Das Ergebnis: Senioren gewinnen wieder deutlich an Lebensqualität.
Deshalb lohnt es sich, täglich eine halbe Stunde für gezieltes Gedächtnistraining einzuplanen. Viele ältere Menschen muss man dazu aber gar nicht ermutigen: Sie lösen für ihr Leben gerne Rätsel, lesen viel und sind auch sonst rundum geistig und körperlich aktiv.
Vergesslichkeit |
Geschrieben von Johannes Meinart ( sonnen.leben [at] yahoo.de )
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