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Was ist eigentlich HandyTV?
HandyTV

Unter HandyTV versteht man Fernsehen, dass über ein Handy empfangen und angeschaut werden kann. Es ist nicht zu verwechseln mit Web-TV. Darunter versteht man TV-Angebote im Internet, die man per Livestream oder per Download auf einem beliebigen Internet-fähigen Gerät anschauen kann. Die meisten Handyies sind zwar heutzutage Internetfähig und bieten auch ausreichende Display- und Sound Funktionen um WEB-TV nutzen zu können, dies bringt jedoch gegenüber HandyTV eine Reihe von Nachteilen mit sich. Zum einen währen da die Kosten, die entstehen, wenn man sich mit seinem Handy über ein Mobilfunknetz wie z.B. UMTS ins Internet einwählt. Internetflatrates sind im Mobilfunkbereich noch weit weniger verbreitet und im Verhältnis teurer als Internetflatrates bei festen Standorten. Desweiteren eigenen sich Mobilfzunknetze aus technischer Sicht nicht besonders zur Übertragung von Fernsehprogrammen, da sie eine 1 zu1 Verbindung darstellen. Das bedeutet jeder Teilnehmer ist Sender und Empfänger zugleich. Das klingt zwar gut bedeutet aber auch, das die zur Verfügung stehende Bandbreite unter den Teilnehmern aufgeteilt wird. Je mehr Teilnehmer aktiv sind, desto weniger Bandbreite steht für den Einzelnen zur Verfügung. Das heisst, die Teilnehmer zahl ist von vorne herein begrenzt und die Verbindung kann schnell kollabieren, wenn diese Grenze überschritten wird. Aus diesem Grund wurde für HandyTV spezielle Rundfunknetze entwickelt, als erstes DMB (Digital Multimedia Broadcasting) und später DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handhelds).
Bei Rundfunknetzen gibt es einen Sender, der ein Signal ausstrahlt, das von einer unbegrenzten Menge von Empfängern empfangen werden kann. Man kennt dieses Prinzip vom herkömmlichen TV. Die Chancen stehen derzeit gut, dass sich DVB-H als HandyTv Standard durchsetzen wird. Die Europäische Komission hat im Oktober 2007 eine Empfehlung an die Mobilfunkhersteller ausgesprochen DVB-H als europaweiten HandyTV Standard zu nutzen. DVB-H besitzt eine Downlinkrate von 9Mbit pro Sekunde, womit gleichzeitig bis zu 20 TV Programme übertragen werden können. Derzeitig findet in Deutschland, Österreich und Schweiz die Vergabe der DVB-H Lizenzen statt. Die Fußballeuropameisterschaft im Juni soll dann bereits auch über DVB-H übertragen werden.



Geschrieben von Leo Mahler ( poldi4567 [at] freenet.de )

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