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Wie beurteilt man einen Hundeerziehungsberater?

Hören Sie auf sich selbst!

Eins ist klar – es gibt kein Gütesiegel für Hundeschulen, jedenfalls keines, auf das man sich blind verlassen kann! Und das ist auch gut so – viel zu unterschiedlich sind die Ansichten darüber, was eigentlich gute Hundeerziehung ausmacht.

Wenn Sie sich selbst auf die Suche nach der richtigen Hundeschule oder dem richtigen Problemhundetherapeuten oder Hundeerziehungsberater machen, dann hören Sie auf sich selbst und auf Ihren Hund.

Haben Sie im Alltag Probleme?

Dann sollten sie einen Trainer finden, der zu Ihnen nach Hause kommt. Sie sollten sich mit dem Trainer wohl fühlen – aber es geht nicht um einen netten Plausch. Ein Trainer, der keine klaren und aufrüttelnden Worte Ihnen gegenüber findet, wird Ihnen auch nichts beibringen können. Ein Vorgespräch ist sinnvoll, aber es sollte nicht zu lange dauern und nicht dabei bleiben. Fragen Sie sich nach der ersten Stunde, ob Sie wirklich etwas gelernt haben – sonst lohnt sich die zweite Stunde nicht. Ein Trainer, der nach zwei bis drei Stunden keine Veränderung bewirkt hat und nach der zehnten immer noch wieder kommen möchte, wird Ihnen vermutlich nicht dauerhaft weiterhelfen können.

Arbeitet der Trainer auch mit dem Hund? Kann er Ihnen demonstrieren, was Sie anders machen sollen? Reagiert Ihr Hund positiv auf den Trainer? Bleibt er souverän, auch wenn sich der Hund aggressiv zeigt? Am besten ist es, wenn Sie die eigenen Hunde des Trainers kennen lernen können – denn sie sind die Visitenkarte!

Und in der Hundeschule?


In Gruppenstunden kann der Hund Kontakt zu Artgenossen bekommen. Achten Sie aber bei solchen Angeboten darauf – gerade bei Welpenkursen – dass es mehr als eine lustige Spielstunde ist! Ihr Hund soll nicht lernen, sich fröhlich auf jeden Artgenossen zu stürzen, sondern auch in solchen Situationen bei Ihnen sein und auf Sie achten. Wenn in der Gruppe nicht darauf geachtet und daran gearbeitet wird, zum Beispiel durch regelmäßiges Abrufen der einzelnen Hunde und konzentrierte Übungssequenzen, dann eignet sich Ihr Hund möglicherweise hier mehr problematisches Verhalten an als sinnvolle Erziehung.

Zwei Kriterien sind am wichtigsten: Sie sollten nach jeder Stunde das Gefühl haben, sich weiterentwickelt und etwas dazugelernt zu haben – und es sollte Spaß machen!



Geschrieben von Sibylle Roderer ( kontakt [at] aufsechspfoten.de )

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