Wildobst aus dem eigenen Garten

Wildobst - Gesund und lecker


Wildobstarten mit gesunden Früchten zum Selberernten sind auch im eigenen Garten zu halten. Sie sind oftmals weniger pflegeintensiv, als Zuchtsorten. Die Früchte sind ideal zur Herstellung von Schnaps, Marmelade oder Mus. Man kann sie trocknen oder Saft herstellen. Viele Vögel und Insekten nutzen Wildobstarten als Nahrung und Zuflucht.


Elsbeere und Speierling

Die Elsbeere ist ein Baum, der schon ab dem zweiten Standjahr Früchte hervorbringt. Im fünften Jahr ist die Ernte richtig lohnend. Die etwa haselnussgroßen Beeren erscheinen im September. Elsbeeren stehen gerne an sonnigen Plätzen, haben aber sonst keine besonderen Ansprüche an den Boden. Sie sind genügsam, ertragen Trockenheit und sind schnittverträglich. Die Elsbeere ist auch eine Heilpflanze. Die Früchte wurden früher gegen die Rote Ruhr eingesetzt. Heute sieht man diesen wunderschönen Baum viel zu selten in der Landschaft.

Genauso geht es dem Speierling. Wie auch die Elsbeere gehört der Speierling zu den Rosengewächsen. Die weißen Blütendolden erscheinen im Mai und verströmen einen intensiven Duft, der viele Bienen anlockt. Die Früchte des Speierlings sehen aus wie Minibirnen und ergeben einen köstlichen Saft. Gerne wird er dem Saft der Äpfel begegeben, um einen schmackhaften Apfelwein herzustellen. Der so gewonnene Speierlingswein gilt als besonders aromatisch. Speierlingsholz ist ebenso begehrt wie seine Früchte. Das Holz ist hart und eignet sich gut als Bau- und Möbelholz. Der Speierling wird etwa 20m hoch, wenn man ihn läßt. Die Pflanze ist auch gut schnittverträglich. Im Garten braucht er einen sonnigen Platz in nahrhafter Erde, wo er nicht von anderen Sträuchern bedrängt wird.


Apfelbeere und Eberesche

Eine weitere pflegeleichte Wildobstart für den Garten ist die Schwarze Apfelbeere oder Aronia melanocarpa. Sie wächst eher strauchig und kommt auch mit mageren Böden zurecht. Man kann sie in einer Hecke pflanzen oder als Solitärgehölz in einer Blumenrabatte. Die weißen Blüten im Mai und die Herbstfärbung im Oktober machen sie zu einem attraktiven Gehölz im Garten. Die schwarzen Früchte reifen ab August und enthalten viele Vitalstoffe und Vitamine. Zurecht gehört Aronia zu den Heilpflanzen, da die Inhaltsstoffe die körpereigenen Abwehrstoffe unterstützen und somit das Immunsystem stärken.

Den Kindern wurde früher gesagt, das sie keine Vogelbeeren essen sollten, da dies giftig seien. Der dazugehörige Baum, die Eberesche, die diese Früchte hervorbringt, ist eine alte Heilpflanze und die Früchte sind das gesündeste, was unsere heimische Flora zu bieten hat. Vogelbeeren enthalten viel Vitamin C und Sorbit, welches eine gute Schutzfunktion für die Leber bietet. Man kann Saft aus den Beeren kochen und diesen in der kalten Jahreszeit bei Erkältungen einnehmen. Ebereschen sind ideale Hausbäume. Sie haben durch ihre gefiederten Blätter ein mediterranes Aussehen und das Blätterdach bietet einen lichten Schatten, unter dem man gerne ausruht.

Sie erreichen eine Höhe von etwa 10 Metern. Die weißen Blütendolden locken im Mai und Juni zahlreiche Insekten an. Die orangen Früchte erscheinen im August und September und hängen bis zum Frost und sind bei Vögeln sehr beliebt.


Geschrieben von Anja Walessa ( anja.w [at] gartenrot.com )

Benutzer Bewertung: / 2
SchlechtSehr Gut 


PDF Drucken E-Mail

 
 
< zurück weiter >