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Woraus bestehen eigentlich die berühmten Joker Jeans?
Jeansstoffe sind Gewebe, die in Körperbindung hergestellt werden.
Grundsätzlich gibt es drei Basisarten für gewebte Stoffe, wie sie an Webmaschinen hergestellt werden können.
Das ist zum einen die Atlasbindung, die Leinwandbindung und zum Dritten die bereits genannte Körperbindung.
Die Leinwandbindung ist die einfachste der Grundwebarten. Jeder Kettfaden kommt abwechselnd unter und über den Schussfäden zum Liegen. Wer schon einmal an einem Webrahmen gewebt hat, hat die Leinwandbindung ausgeführt. Der Schussfaden wird mal über dem senkrecht verlaufenden Kettfaden und beim nächsten unter dem Faden durchgeführt. Interessant an dieser Bindung ist, dass Vorder-und Rückseite gleich aussehen.
Die Atlasbindung verläuft etwas komplizierter: der Kettfaden wird erst unter einem Schussfaden durchgeführt, um dann über mindestens zwei Schussfäden geführt zu werden.
Durch diese unregelmäßige Fadenführungen, variiert die Fadenfolge von Webreihe zu Webreihe. Die Folge daraus ist ein unregelmäßig schimmernder Stoff, der je nach Einfall des Lichts erzeugt wird. Daraus resultiert ebenfalls eine sogenannte Zweiseitigkeit des Stoffes, das heißt Vorder- und Rückseite erscheinen in unterschiedlichen Strukturen.
Die Körperbindung, wie man sie vom Denim, dem blau-weißen Jeansstoff kennt, ist am schräg verlaufenden Grat in der Stoffstruktur zu erkennen.
Der wohl bekannte Denim, wie man ihn auch von Joker Jeans kennt, ist aus zwei unterschiedlich farbigen Webfäden zusammengesetzt.
Der Kettfaden ist blau gefärbt, während der Schussfaden weiß gefärbt ist.
Unterschiede kann es nur bei den Webstrukturen geben. Hier kann man sowohl gleichseitige Gewebe produzieren, als auch zweiseitige, um die Oberfläche mehr oder weniger glänzen zu lassen.
Bei allen Denimjeans, auch bei Joker Jeans werden die Webmaschinen so eingerichtet, dass die blauere Seite oben verläuft.

Geschrieben von Ingo Peters ( petersingo1 [at] web.de )

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