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Einer der Hauptwirkstoffe ist das Acemannan, ein langkettiges Polysaccharid. Diese Substanz, die in der Zahnmedizin auch als Gebisskleber genutzt wird, kann jedoch nur über den Magen-Darm-Trakt in den Körper aufgenommen werden, wenn als natürlicher Bestandteil das reine Blattmark verwendet wird. Nachfolgend sind die Anwendungsgebiete genannt, die derzeit für Aloe-vera-Gele beansprucht werden. Ein Nachweis zur Wirksamkeit steht jedoch aus.
Äußerliche Anwendung: bei Abszessen, Akne, Fußpilz, Neurodermitis, Herpes, schlecht heilende Wunden, Prellungen (Blaue Flecken), Ekzemen, Schuppen, Haarausfall. Zur Linderung von kleinen Verbrennungen (z. B. Sonnenbrand) oder Neurodermitisbeschwerden dient Aloe vera als Hausmittel. Dazu können einige Zentimeter eines Blattes abgeschnitten, die Kanten entfernt und das Blatt quer geteilt werden. Das Gel kann dann direkt auf die Haut aufgetragen oder, wenn eine längere Einwirkung erwünscht ist, kann das Blatt mit einem Verband fixiert werden. Die Wirksamkeit von Aloe vera Linné bei äußerer (und innerer) Anwendung wird derzeit kontrovers diskutiert.
Weitere Anwendungsbereiche: Arthritis, Gicht, Ischialgie, Fibromyalgie, Rheuma und bei Problemen des Magens, der Niere und der Bauchspeicheldrüse sowie bei Arteriosklerose und Angina Pectoris. Wissenschaftliche Belege der Wirksamkeit für diese Anwendungsgebiete fehlen allerdings.
Zahnmedizin: Aloe-Vera-haltige Zahncreme soll der Parodontitis entgegenwirken. Nachstehend ist ein Herstellungsverfahren beschrieben: Wichtige Voraussetzung zur Nutzung des Gels war, dass der texanische Apotheker Bill C. Coates ein Verfahren zum Schälen der Blätter und zur Konservierung des Blattgels entwickelte. In einer Filettiermaschine wird noch heute das Blattmark schonend von der Blattrinde getrennt, so dass die abführenden Anthracenderivate an der Innenseite der Blattrinde das Gel nicht kontaminieren. Zur Stabilisierung werden in diesem Fall die Vitamine C und E nach einem patentierten Verfahren zugegeben und das Gel in Edelstahltanks stabilisiert. Unter bestimmten Niedrigtemperaturen kommt es zu einer chemischen Reaktion, welche die Erhaltung der hitzeempfindlichen Wirkstoffe ermöglicht.
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