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Wunden und deren Behandlung


Wunden gehören zu den häufigsten Verletzungen, die während oder nach einem Spiel bzw. einer Trainingseinheit zu untersuchen und gewissenhaft zu versorgen sind. Eine Wunde entsteht durch äußere Einwirkung auf den Körper durch Gewalt, Hitze, Kälte oder chemische Stoffe. Es wird zunächst die Haut, dann das darunterliegende Gewebe mit Muskeln, Sehnen, Nerven und Blutgefäßen verletzt, seltener sind auch Knochen und Organe von der Gewalteinwirkung betroffen.

Durch eine Wunde ist die schützende Funktion der Haut gegenüber Keimen der Außenwelt gestört. Es besteht akute Infektionsgefahr. Immer sind auch kleinere oder größere Blutgefäße betroffen, so dass es zu Blutungen kommt. Neben einem eventuell hohen Blutverlust droht stets eine bakterielle Infektion, die extreme Folgen haben kann. Infektionsgefahr besteht durch Eindringen von Bakterien und kann von Wundheilungsstörungen über Invalidität bis zum Tod führen. Auch ein hoher Blutverlust kann von Blässe über Schweißausbruch und Schock den Tod des Verletzten zur Folge haben. Die Menge des Blutverlustes ist abhängig von Art und Größe der Wunde und lässt sich erkennen, wenn es sich um eine offene Wunde handelt.

Der Trainer sollte bei diesen Verletzungen nicht nur die notwendigen Erstmaßnahmen beherrschen, sondern auch wissen, was er auf gar keinen Fall tun sollte, weil es sich negativ auf die Folgen des Traumas auswirken könnte. Weiterhin sollte er wissen, welche Maßnahmen er unbedingt dem Arzt überlassen muss, will er nicht die Gesundheit des Spielers dauerhaft schädigen und selbst nicht mit einem Bein auf dem Spielfeld, mit dem anderen jedoch bereits im Gerichtssaal stehen. Einige Maßnahmen gehören per Gesetz in die Hände eines Mediziners, hier dürfen auch Masseure und Physiotherapeuten keine einzige Hand anlegen.

Kleine Wundenkunde
Wunden werden nach ihren Ursachen differenziert: Schnitt-, Schürf-, Riss-, Stich-, Quetsch- und Platzwunden. Kleinere Wunden können zunächst nach den Richtlinien der "Ersten Hilfe" behandelt werden. Bei größeren, stark blutenden Wunden oder Unklarheit über das Ausmaß der Wunde sollte in jedem Fall ein Arzt die Versorgung übernehmen. Schießt das Blut sogar pulsierend aus der Wunde, liegt die Verletzung einer Arterie vor. Dies ist ein absoluter Notfall für den Mediziner!

Faustregel: Alle blutenden Wunden, die mehr als einen Zentimeter groß sind, stets einem Arzt vorstellen.

Die häufigsten Wundarten beim Fußball sind die Riss-, Platz- und Schürfwunden, wobei die ersten beiden stärker bluten und oft dramatischer aussehen, als sie tatsächlich sind. Schürfwunden bluten deutlich weniger und werden deshalb oft nur halbherzig versorgt. Doch gerade dann droht schnell die Gefahr der Wundinfektion. Sie äußert sich durch Rötung, Wärme, Schwellung, Schmerz bis zur Eiterbildung und sogar einer Ausbreitung auf andere Körperstrukturen. Fieber und Lymphknotenschwellungen sind häufig die Folge. Spätestens bei diesen Symptomen muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Kontrolle des Impfschutzes (Tetanus) hingewiesen.

Verbote bei Wunden
Bei der Wundversorgung gilt es, vier Verbote zu beachten:
1. Wunden nicht berühren!
Tragen Sie Schutzhandschuhe und verwenden Sie steriles Material.
2. Wunden nicht auswaschen!
Egal was Sie verwenden, Sie bringen nur noch mehr Fremdkörper und Keime in die Wunde, die sie eigentlich reinigen wollen.
3. Wunden nicht mit Puder, Sprays, Salben o. ä. behandeln!
Die Applikation von Arzneimitteln ist Sache des Arztes.
4. Fremdkörper in der Wunde belassen!
Sie würden die Körperöffnung nur noch vergrößern

Trainingseinheit


Geschrieben von peter gandel ( mrmaus69 [at] yahoo.de )

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