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Yoga Direktiven: Die 8 Wege von Yoga, Pranayama und Meditation
 

Der Begriff Yoga leitet sich aus dem Sanskrit Ausdruck ,,juj“ her der anfänglich das Aufzäumen oder Anjochen von Ochsen vor einen Hänger besagte. Eine der Ursprungstexte des Yogas sind die Sutren von Patanjali, in diesen gibt er hundertfünfundneunzig Ausführungen zur Natur des Geistes oder Verstandes, der äußeren Erscheinungen und den Reaktionen und Handlungen, die ein Yogi durchführen sollte um ungebunden zu sein, Erleuchtung zu gewinnen oder wie sonst man den glückseligen Zustand benennen möchte.

In jenen Sutren weißt er auf 8 Wege des Yoga hin, die er dem nach Erkenntnis strebenden ans Herz legt, zu befolgen:

Pfad 1 ist Yama und bezieht sich auf Moral und Ethik, insbesondere Gewaltlosigkeit, also niemanden zu verletzen oder gar zu ermorden, sowohl auf den Körper als auch auf den Geist bezogen. Ferner sollte man absolut nie die Unwahrheit sagen, Wahrhaft sein, „Nicht klauen“ also seiner Gierigkeit oder seinem Neid nicht zu gehorchen, einen koscheren Lebenswandel führen, hier insbesondere die Enthaltsamkeit bewahren, jegliche Sinneslust umschiffen und auch keine Geschenke zu akzeptieren, da dieses immer zu Verkettungen führt.

Pfad 2 umfasst die Seelenschau und wird Niyama genannt: Reinheit im inneren und äußeren, zufrieden sein, Enthaltsamkeit oder auch Selbstbeherrschung, Studium, sprich Lernen sowie der Hingabe an das oberste im Universum, also Allmächtiger oder wie sonst man es bezeichnen will.

Pfad 3 sind die Asanas oder auch Stellungen: An diesem Punkt ist darauf hinzuweisen, dass bei Patanjali noch nicht von den sehr vielen Stellungen, die heutzutage viele der Yoga-Schüler so beflissen übt, die Rede ist, sondern in der Hauptsache ein Sitz anzustreben ist, der straff und angenehm ist. Es geht vorrangig darum, dass der Leib den Menschen bei der Meditation nicht mehr hindert.

Pfad 4 ist Pranayama, die Übung des Atems: Durch Konzentration auf den Atem und dessen Regelung klappt u.a. der Umbruch zur Meditation gravierend unkomplizierter.

Pfad 5 nennt sich Pratyahara und wird als Sinnesrückzug dargestellt: Dabei liegt auch wieder der Zweck darin, störungsfrei von äußeren Gegebenheiten in die Einsicht eintauchen zu können. Ein Weg dahin liegt in der koscheren Observation der Gedanken und Empfindungen, ohne diese abändern zu wollen.

Pfad 6, Dharana oder Aufmerksamkeit, beinhaltet die Sammlung des Denkens auf einen Punkt hin - sie sind praktisch ganz bei der Sache, was sich simpel anhört und umso diffiziler zu bewerkstelligen ist.

Pfad 7, Dhyana, ist endlich die wohlbekannte Meditation: Diese Meditation entwickelt sich aus der Ruhe im Inneren verbunden mit Achtsamkeit und reiner Präsenz. Es gibt zahlreiche Arten der Meditation, hier kann ein jeder testen, welche für ihn am besten geeignet ist.

Pfad 8 schließlich ist Samadhi, die komplette Versenkung, die Erleuchtung, man hat Klarsichten von tiefschürfender Geltung.

 
 
 
 


Geschrieben von Rainer Bödecker ( av [at] boedeker.de )

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