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Zeichnung und Malerei

Die Pastellkreiden

Der Hobbykünstler sieht sich heutzutage mit einer Vielzahl von Malmitteln konfrontiert und hat es nicht leicht, sich für einen für ihn passenden Stil zu entscheiden. Wer als Neuling der Malerei seine ersten Versuche gemacht hat, merkt aber schnell, ob ihm das eher das Zeichnen oder mehr das Malen liegt. Für das Zeichnen braucht sich anfangs nur mit möglichst hochwertigem Papier und mit verschiedenen Bleistiften auszustatten. Wenn man dann einen ersten Schritt in die Farbigkeit wagen mag, dann ist man mit Buntstiften gut beraten.
Ein wirklich guter Kompromiss zwischen der Zeichnung und der Malerei ist die Arbeit mit Pastellkreiden.
Verglichen mit der Aquarell – und Acrylmalerei braucht man beim Pastell keine Lösungsmittel und man braucht auch kein Glas Wasser anbei, um die Farben zu verdünnen oder den Pinsel zu säubern.
Die Pastellmalerei ist durch ihre Eigenschaften der Zeichnung in ihrem Wesen noch sehr nah, man kann sie deshalb als die direkte Fortsetzung der Zeichnung bezeichnen.

Das liegt zum einen an den Farben selbst. Die Kreiden sind trocken vermalbar. Das heißt, sie kommen auf den Malträger durch den Abrieb der Pigmente, wie es auch bei einem Bleistift der Fall ist.
Die Farbpigmente sind bei den Pastellkreiden oder auch bei den Pastellstiften durch ein Bindemittel zusammen gefügt. Das Maß des beigefügten Bindemittels bestimmt die Härte der Kreiden und somit die Menge des Abriebes.
Die Malerei mit Pastell ähnelt auch deshalb eher der Zeichnung als der Acryl- und Aquarellmalerei, weil die Farben nicht vor dem Farbauftrag gemischt werden. Beim Pastell erzielt man den Ausdruck und die Effekte indem man die Farben nebeneinander setzt.
Nur in einem ist schließlich die Pastellmalerei dem Gemälde mit anderen Malmitteln gleich zu setzen. Das Ergebnis, dass ein guter Pastellmaler mit seinen Farben erzielt, steht dem Aquarell - und dem Acrylgemälde in nichts nach. Maler wie Edgar Degas haben mit der Pastelltechnik Gemälde geschaffen, die in der Geschichte der Kunst einen bleibenden Wert haben.




Geschrieben von Frank Speth ( Sam.frank [at] web.de )

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