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Kundengelder einer britischen LV werden durch die FSCS geschütz
Die aktuelle Finanzkrise hat in weiten Bereichen der internationalen Banken- und Versicherungswelt zu enormen Vertrauensverlust geführt. Dies hat wiederum zur Folge, dass potenzielle Interessenten immer zögerlicher werden, insbesondere dann, wenn es sich um sehr lang laufende Versicherungsverträge handelt. Obwohl die britische Lebensversicherung die aktuellen Marktturbulenzen bisher völlig unbeschadet überstanden haben, fragen sich immer mehr Kunden, nach der Sicherheit der gewählten Anlage. Dies ist wohl sehr verständlich, wenn man weiß, dass viel deutsche Kunden britischen Lebensversicherungsgesellschaften ihr hart erarbeitetes Geld für die eigene Altersvorsorge anvertraut haben.

Auch wenn es sich aus Sicht deutscher Anleger um ausländische Produktgeber handelt, besteht kein Grund zur Sorge. Denn auch der britischen Lebensversicherungswirtschaft ist bewusst, dass die Insolvenz eines einzelnen Versicherungsnehmers das Vertrauen in die komplette Versicherungswirtschaft erschüttern würde. Deshalb wurde in Großbritannien schon im Jahre 2001 die FSCS gegründet. Damit waren die Britten etwas schneller als die Deutschen. Denn der deutsche Sicherungsfond Protektor hat erst im Jahr 2002 seine Arbeit aufgenommen. Sollte also zukünftig wirklich der Fall eintreten, dass eines der britischen Traditionsunternehmen von einer Insolvenz bedroht wird, so wird die FSCS zum Schutz der Kundenvermögen eingreifen und versuchen, dass angeschlagenen Unternehmen an einen solventen Marktteilnehmer zu verkaufen. Durch einen Verkauf des Versicherungsunternehmens, würde der Kundenbestand übernommen werden und durch das neue Unternehmen weitergeführt werden. Sollte dies nicht möglich sein, so wird die FSCS eine Entschädigungsleistung erbringen.

Deutsche Anleger können nun seit Mitte der 90er Jahre von den Vorteilen einer britischen Lebensversicherung profitieren. Die wohl bekanntesten Marktteilnehmer sind hierzulande die Standard Life, die Friends Provident und die Clerical Medical. Insgesamt sind im Moment fast 10 Anbieter in Deutschland vertreten. Die Produktpalette reicht von den staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten über die private und betriebliche Altersvorsorge bis hin zu Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer sich für den Abschluss einer britischen Lebensversicherung interessiert, muss sich zum Abschluss eines Vertrages an einen unabhängigen Versicherungsmakler wenden. Am besten lässt man sich mit der Vertragsunterschrift bestätigen, dass der Schutz durch die britische FSCS für das abgeschlossene Produkt besteht.

Geschrieben von Markus Köhler ( info [at] bk-infoportale.de )

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