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Mit Hilfe der Gentechnik veränderte Pflanzen sollten, wenn es nach der Mehrheit der Bevölkerung geht, besser Inhalt von Romanen bleiben, als tatsächlich auf unseren Tellern zu landen. An ganz anderer Stelle jedoch können sie vielleicht sehr sinnvoll eingesetzt werden. Nämlich bei der Behandlung schwerwiegender Krankheiten.
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Wie das geht, zeigen uns die großen Forschungsinstitute, wie das Fraunhofer Institut IME. Sie forschen unter Anderem daran, wichtige kleine Helfer, nämlich rekombinante Antikörper, in Tabak- oder in anderen Nutzpflanzen herzustellen. Dabei ist die Idee, die sich dahinter versteckt, eigentlich ganz einfach. Die Erbsubstanz der Pflanze wird an einer Stelle aufgeschnitten, das Gen, welches den gewünschten Antikörper kodiert, dort eingefügt und der Rest der DNS auf gentechnischem Wege wieder „drangeklebt“. Anschließend beginnt die Pflanze, über ihren normalen Stoffwechsel hinaus das zusätzliche Stück Erbgut zu verarbeiten und den gewünschten Antikörper zu produzieren und in ihrem Gewebe anzureichern. Über weitere komplizierte Arbeitsschritte kann er nun gewonnen werden und steht schließlich für die Verwendung in Therapie und Diagnostik zur Verfügung.
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Problematisch ist aber oft die praktische Umsetzung solcher biotechnischer Verfahren. Meist ist jahrelange Arbeit nötig, um nach unzähligen Versuchen schließlich das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Daraufhin folgen im Allgemeinen weitere Jahre, in denen Studien erarbeitet werden, die im Idealfall letztlich die Wirksamkeit eines spezifischen Antikörpers zur Behandlung einer Krankheit bestätigen. Erst dann kann das Medikament am Menschen eingesetzt werden. Einiger derartige Medikamente sind bereits auf dem Markt und werden routinemäßig in der Medizin verwendet. Sie helfen bei der frühzeitigen Diagnose bestimmter Krebsarten oder bei ihrer Behandlung, werden zur Linderung der Multiplen Sklerose genutzt oder sorgen dafür, dass transplantierte Organe nicht wieder vom Körper abgestoßen werden.
Ein praktikables Werkzeug also, das die Gentechnik hier liefert und das vielleicht in absehbarer Zeit viele Leben retten wird.
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Geschrieben von franz Bayer ( bayer.franz [at] yahoo.de )
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